STEK 2016 - DOK fordert spielfreundliche Räume und weitere Verkehrsberuhigungen

27. Oktober 2016

Medienmitteilung des Dachverbands für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern (DOK)

Der DOK nimmt erfreut zur Kenntnis, dass das STEK 16 im Gegensatz zum STEK 95 den sozialen Themen einen erheblichen Raum zugesteht, schliesslich kann räumliche Entwicklung nicht losgelöst von der sozialen Ebene gedacht und geplant werden. Räumliches Wachstum muss mit einem Ausbau der Angebote für die Bevölkerung einhergehen. Zudem fordert der DOK, dass Strassen weiter verkehrsberuhigt und vermehrt spielfreundliche Räume im Wohnumfeld geschaffen werden.

Der DOK begrüsst die Stossrichtung des STEK, den Fokus auf Quartiere zu halten. Der DOK kritisiert aber, dass der explizite Hinweis auf die Angebote der offenen Arbeit mit Kindern oAK, welche durch den DOK im Leistungsvertrag der Stadt Bern erbracht werden, im STEK fehlt. Die DOK-Angebote tragen wesentlich zur Vernetzung, Integration und informellen Bildung bei und leisten einen wichtigen Beitrag für die Lebendigkeit und Nachhaltigkeit der Stadt Bern.

Verkehrstempi drosseln
In Bezug auf den Verkehr setzt der DOK auf eine weitergehende Reduktion der Verkehrstempi, als dies im STEK vorgeschlagen wird. Auf den Basisnetz-Strassen soll generell Tempo 30 gelten, in den Quartieren gene-rell Tempo 20. Erwiesenermassen hat das geltende Verkehrsregime einen wesentlichen Einfluss darauf, ob Kindern draussen spielen. Je tiefer die Tempi, desto länger die Verweildauer der Kinder im öffentlichen Raum und Wohnumfeld. Eine kinderfreundliche Stadt ist eine verkehrsberuhigte Stadt.

Spielfreundliche Räume
Dem DOK scheint es zudem zentral, dass das Thema „Spielen“ nicht mit dem Begriff „Spielplatz“ gleichgesetzt wird. Dies greift zu kurz. Vielmehr geht es um spielfreundliche Räume, sei dies im Wohnumfeld, auf Plätzen, Grünanlagen, Strassenräumen, Schulanlagen usw. Spielfreundliche Räume sind anregend, gestaltbar, gut zugänglich, verkehrssicher und frei von übertriebener Regulierung.

Die Stadt Bern kinderfreundlich weiter zu entwickeln ist eine wesentliche Zielsetzung des Dachverbandes für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern DOK. Damit die Anliegen der Kinder aufgenommen werden, will sich der DOK deshalb vermehrt in planerische Prozesse einbringen.

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