Raus aus dem Kinderzimmer

Im Wald können Kinder die sinnliche Wahrnehmung spielerisch schulen und ihren Gleichgewichtssinn trainieren. Bild: Adrian Moser (Archiv «Der Bund»)

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14. Februar 2018, der Bund

Draussen und frei spielen ist für die Entwicklung der Kinder zentral.

Kinder spielen immer weniger draussen. Die Folgen sind Kurzsichtigkeit und Bewegungsdefizite. Nun fordern Berner Kitas Eltern dazu auf, mehr Zeit mit dem Kind draussen zu verbringen.

Wissen Eltern nicht mehr, wie man mit seinem Kind nach draussen geht? Die Kita Murifeld hat kürzlich ein Büchlein herausgegeben, in dem Betreuungsprofis 20 Orte im Berner Ostquartier beschreiben, die sich für einen Spaziergang mit Vorschulkindern besonders gut eignen. Das Büchlein gibt Ideen, was Eltern draussen mit ihren Kindern unternehmen können, ohne dass sie mit teuerer Ausrüstung in die Berge fahren müssen. Mit dem Büchlein lässt sich das eigene Quartier kindgerecht und entschleunigt entdecken. Das Kita-Team entwickelte die Idee dazu nach einem Referat des Kinderarzts und Neurologen Markus Weissert.
Mit der Broschüre wolle die Kita Eltern dazu anregen, vermehrt mit den Kleinen hinauszugehen, sagt die Geschäftsführerin Pia Aeschimann. «Der Freiraum liegt vor der Haustür.» Dort finde ein Kleinkind viele Gelegenheiten, sich zu bewegen und die Sinne zu entwickeln. «Man muss nicht immer auf einen Spielplatz gehen.» Gerade in den Vorgärten, Hinterhöfen und Quartierstrassen könnten sich Kinder den Raum aneignen und Erfahrungen sammeln, die für die psychomotorische Entwicklung grundlegend seien, erklärt Aeschimann.

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