Fakten gegen das Sparen

Die Fakten sprechen für sich.
7 Fakten, warum bei Kindern nicht gespart werden darf.

  # 1 Bern ist eine Familienstadt, die Anzahl der Kinder hat seit 2012 um 17% zugenommen. Mit den geplanten Wohnprojekten wird diese Entwicklung anhalten, die Stadt wächst und verdichtet sich. Der Mehrbedarf an offener Arbeit mit Kindern ist nachgewiesen. Nun das Budget zu kürzen wird die Lücken zusätzlich vergrössern.

# 2 Besonders in schwierigen Zeiten ist es wichtig, Kinder und ihre Familien einfach und unkompliziert zu unterstützen.  Das gibt ihnen eine stabile Perspektive und bietet Halt. Jetzt bei Angeboten zu sparen, die nahe bei den Menschen sind, ist unverantwortlich und wird längerfristig höhere Folgekosten generieren.

# 3 Offene Arbeit mit Kindern stärkt nachweislich das Selbstvertrauen, die Kreativität und die Sozialkompetenz. Eine Budgetkürzung hingegen schwächt die Kinder und wird zur Folge haben, dass die Chancenungleichheit von vielen Kindern in der Stadt wächst. Das dürfen wir uns für die Zukunft nicht leisten.

# 4 Der Dachverband für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern ist schlank organisiert: Mit nur 18 Vollzeitstellen stellt er niederschwellige, professionelle Freizeitangebote für die Kinder in jedem Stadtteil von Bern sicher. Das Budget der offenen Arbeit mit Kindern zu kürzen, würde unweigerlich zu einem Leistungsabbau, möglicherweise sogar zu einem Personalabbau führen.

# 5 Der DOK bietet Praktikumsstellen für Studierende im Bereich soziale Arbeit. Zusammen mit den Fachhochschulen übernehmen wir so Ausbildungsverantwortung. Bei der geplanten Sparrunde fallen mehr als die Hälfte der dringend nötigen Praktikumsplätze weg. Die Ausbildung junger Menschen würde gefährdet.

# 6 Der DOK ist mit 7 Mitgliedervereinen in allen Quartieren der Stadt Bern stark verankert. Die Mitgliedervereine erwirtschafteten 2019 insgesamt 275'000 Franken für Projekte und für den Unterhalt der DOK-Spielbetriebe. Zudem leisteten Freiwillige fast 8'000 Arbeitsstunden. Wenn die Stadt nun spart und sich teilweise zurückzieht, ist diese wertvolle, partnerschaftliche Zusammenarbeit gefährdet. 

# 7 Die offene Arbeit mit Kindern schützt und erschliesst Frei- und Spielräume für Kinder. Der Druck auf Freiräume in der Stadt Bern ist hoch. Es braucht anwaltschaftliche Strukturen, die die Kinder darin unterstützen, sich ihren Bedarf an Räumen anzueignen. Hier zu sparen bedeutet, dass Spielräume in der Stadt verloren gehen.